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"Wir sind für Euch da" - mit diesem Versprechen und außerordentlichem Engagement begleiteten die Bahnhofsmissionen ihre Gäste auch 2021 durch die Pandemie. Schnell, flexibel und kreativ reagierten die Stationen auf die Ausnahmesituation und die besonderen Nöte der Hilfesuchenden. Sie sind mehr denn je ein wichtiger Ankerpunkt.

„Ihr seid immer für uns da“

Schweinfurt. „Es ist so toll, dass es das gibt“, sagt Johannes. Seit 15 Jahren kommt er fast täglich in die Schweinfurter Bahnhofsmission. Auf eine Tasse Tee oder Kaffee, auf ein Gespräch. Manchmal begleitet ihn seine Mutter.

Was er in der Einrichtung, die von IN VIA Würzburg und dem Diakonischen Werk Schweinfurt getragen wird, besonders schätzt? „Die Mitarbeitenden behandeln alle gleich, hier darf ich erzählen oder ruhig sein, hier werde ich so angenommen wie ich bin.“ Mit allen Höhen und Tiefen. Gerade Letztere spielen im Leben von Johannes immer wieder eine Rolle, „ich habe Depressionen.“ Corona macht die Situation nicht leichter und den 54-Jährigen (Foto: Annette Bieber) noch nachdenklicher. Aber er weiß: „In der Bahnhofsmission bin ich willkommen. Hier hört mir immer jemand zu.“

Für 2022 hat er schon einen festen Vorsatz: „Ich möchte der Bahnhofsmission etwas zurückgeben.“ Was liegt da näher, als etwas zu schreiben über die Hilfeeinrichtung am Bahnhof. Eine von 13 in Bayern. Aus seiner langen Erfahrung weiß er, „das ist ein faszinierendes Thema.“ Johannes schreibt seit seinem fünfzehnten Lebensjahr. Zunächst waren es „nur“ Gedichte, später kamen auch Kurzgeschichten und Romane dazu. Wenn Corona es zulässt, möchte er in der Bahnhofsmission eine Lesung halten.
Bis dahin kann man einige seiner Geschichten nachlesen in seinem ersten (und bislang einzigen) Buch, das den bezeichnenden Titel „Handgepäck“ trägt. Es ist für jede*n etwas dabei: Nachdenkliches wie Amüsantes aber auch Besinnliches. Genau das Richtige für eine kurzweilige Reise, den Winterabend zuhause…oder als
spontane Geschenkidee.

Johannes hat schon Ideen für sein nächstes Werk, schließlich will er nicht untätig sein: „Ich bin aus dem Dornröschenschlaf aufgewacht, jetzt geht es an die Umsetzung.“
Über die Bahnhofsmission und ihre Mitarbeitenden wird der gebürtige Hamburger, der seit vielen Jahren in Unterfranken lebt, „etwas Wunderbares schreiben.“ Da ist er sich ganz sicher, denn „ihr seid immer für uns da“!

Annette Bieber, IN VIA Bayern e.V.

 

Buchtipp: Johannes Robert McCormack: Handgepäck, erschienen über „Books on Demand“ GmbH, Norderstedt (www.bod.de). ISBN: 978-3-8334-9636-3.
Über die Bahnhofsmission Schweinfurt (Telefon 09721 85950) lässt sich ein Kontakt zu Johannes herstellen.

 

Sie möchten die Arbeit der Bahnhofsmission Schweinfurt unterstützen?

Um unseren Gästen die Vorweihnachtszeit etwas zu versüßen, freuen wir uns über Sachspenden in Form von abgepackten Plätzchen, Keksen, Stollen etc.
Abzugeben sind die Spenden bei der Bahnhofsmission Schweinfurt (Hauptbahnhof Schweinfurt) oder im Haus St. Lioba, Berliner Platz 4, 97080 Würzburg

Spendenkonto bei IN VIA Würzburg mit dem Stichwort „Bahnhofsmission“, IBAN: DE63 7509 0300 0003 0050 20, BIC: GENODEF1M05

IN VIA Würzburg e.V., Berliner Platz 4, 97080 Würzburg, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

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