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Würzburg, 29.06.2021. „Lebenswirklichkeit in Bayern“, ist ein Projekt für Migrantinnen in der Stadt und im Landkreis Würzburg. Gefördert aus Mitteln des Freistaates wird es vom Caritas-Fachverband „IN VIA - Katholischer Verband für Mädchen- und Frauensozialarbeit“ getragen und organisiert. Interessierte Frauen sind herzlich willkommen.

Plattform, Netzwerk, Infobörse … das Projekt „Lebenswirklichkeit in Bayern“ ist niederschwellig und offen für vieles. Über Anliegen und Hintergründe berichteten im Gespräch die Koordinatorinnen, Mouna Bouzgarrou und Racha Zeitouni. Eingeladen hatte IN VIA Geschäftsführerin Angelika Blenk. Ihr und dem Verband ist es seit Jahrzehnten ein Anliegen, die Belange von Mädchen und Frauen mit Migrationshintergrund in besonderer Weise zu unterstützen. „Da passt das neue Projekt ganz ausgezeichnet“, so Blenk. Anders als beim Konzept „Leben in Bayern“, das mit festen Modulen und vorgegebenen Inhalten arbeite, sei „Lebenswirklichkeit in Bayern“ offen, erläutert Mouna Bouzgarrou, die beide Projekte sehr gut kennt und für überaus sinnvoll hält. „Wir bieten Frauen mit und ohne Migrationshintergrund Räume und Zeiten, um sich zu bestimmten Herausforderungen austauschen zu können. Am Montag ging es beispielsweise um den Umgang mit Smartphones bei Kindern und Jugendlichen. Ein Thema, das wohl alle Familien mit Heranwachsenden betrifft.“ Frauen aus Syrien, Ägypten, Äthiopien, Jordanien und Afghanistan seien schon dabei. „Wir wollen über Bildung, Gesundheit und Ernährung ins Gespräch kommen“, ergänzt Racha Zeitouni. Aber die Frauen könnten auch selbst Ideen und Wünsche einbringen. Mit den Corona-Lockerungen sei nun wieder einiges an Begegnung möglich. „Zusammen Ausflüge und Museumsbesuche planen und durchführen, gemeinsames Kochen oder ins Kino gehen. Alles, was uns der Lebenswirklichkeit in Bayern näherbringt ist möglich“, so Mouna Bouzgarrou. Immer gehe es auch darum, den Frauen mehr Sprach- und damit Selbstsicherheit zu vermitteln, erläutert Angelika Blenk.

„Über die Frauen erreichen wir auch die Familien“, ist sich Blenk sicher. Es sei wichtig und hilfreich, wenn sich Frauen mit Migrationshintergrund gut auskennen in ihrer neuen Heimat. Bei Behördenangelegenheiten falle das oftmals sogar den Einheimischen schwer. „Die Treffen finden gut erreichbar im Haus St. Lioba am Berliner Ring statt, wirbt Blenk und schiebt nach, dass es sogar eine Kinderbetreuung gebe. Wer aus der Stadt und dem Landkreis komme, bekäme seine Fahrkarte erstattet. „In Via trägt das Projekt, auch mit Eigenmitteln, aber der große Batzen kommt vom Staatsministerium des Innern, für Sport und Integration“, sagt Blenk. Sie hoffe, dass „Lebenswirklichkeit in Bayern“ auch im nächsten Jahr gefördert werde und weitergehen könne.

Themen und Ideen hätten sie viele, sagen Mouna Bouzgarrou und Racha Zeitouni abschließend. „Wir sprechen Frauen mit guter Bleibeperspektive direkt an, laden aber alle Interessierten herzlich ein, sich bei uns per Telefon oder E-Mail zu melden.“

Mouna Bouzgarrou
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Mobil: 0157 740 158 29

Racha Zeitouni
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Mobil: 0157 509 840 52

 

 

 

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